Neue Projekte des Vereins für Internationale Jugendarbeit e.V. bekämpfen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung von Frauen
Anlässlich des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November, solidarisiert sich der Verein für Internationale Jugendarbeit e.V. (vij) gemeinsam mit anderen Frauenverbänden mit Frauen in aller Welt, die Gewalt gegen Frauen bekämpfen oder darunter leiden. Mit seinen neuen Projekten setzt der vij ein Zeichen gegen Menschenhandel zum Zwecke der Arbeitsausbeutung sowie der Zwangsprostitution, besonders für Frauen aus Osteuropa.
„Vor fast 130 Jahren wurde unser Verein gegründet, um junge Frauen unterwegs vor Zwangsprostitution oder Arbeitsausbeutung als Dienstbotinnen zu schützen. Es ist erschütternd, dass von diesem Schicksal immer noch viele Frauen betroffen sind – heute, mitten in unserem Land“ benennt die Bundesvorsitzende des Vereins für Internationale Jugendarbeit e.V., Sigrid Schneider-Grube, den zentralen Gedanken des Vereins.
Informationen, Beratung und Begleitung in den Fachberatungsstellen in Stuttgart (Fraueninformationszentrum FIZ), München oder Nürnberg (Jadwiga) sollen junge Frauen im Migrationsprozess davor schützen, von Menschenhändlern ausgebeutet zu werden. Viele junge Frauen aus Osteuropa verlassen aus Geldnot und Perspektivlosigkeit ihr Land und suchen in Deutschland über Jobangebote im Internet ihr Glück. Statt wie versprochen in der Gastronomie müssen sie jedoch in sogenannten Sauna-Clubs als Zwangsprostituierte arbeiten und werden um ihren Lohn betrogen. Das im Juni gestartete vij-Projekt „Orientation, Perspective and European Network for young women“ – kurz „OPEN for young women“ setzt auf Prävention durch Beratung vor Ort. „Ob Au-pair, Studium oder Arbeitsmöglichkeiten - die jungen Frauen sollen wissen, welche realistischen Möglichkeiten sie in Deutschland haben, um seriös Geld zu verdienen oder eine Ausbildung zu machen. Diese Informationen brauchen sie schon in ihrem Heimatland“, so Esther Peylo, stellvertretende Bundesvorsitzende des vij. Deshalb finanziert der vij Beratungsstellen in Rumänien, Russland und der Ukraine und stärkt junge Frauen, um sich gegen Gewalt schützen zu können.
Kontakt und Auskunft :
Helga Riebe: Tel. 069 46939701 - E-Mail:
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