Verein für Internationale Jugendarbeit

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OPEN for young women

Orientation and Perspectives
European Network for Young Women

Internationales Beratungs- und Begleitprogramm für junge Arbeits- und Bildungsmigrantinnen aus Osteuropa zur Prävention von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung

Frauen in Osteuropa sehen die Migration nach Deutschland zunehmend als eine Möglichkeit auf Dauer oder für eine begrenzte Zeit den Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu entfliehen. In Ländern wie der Ukraine, Belarus, Russland oder Rumänien ist das Leben vieler junger Frauen geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit und erschwertem Zugang zu Bildung. Verstärkend wirken traditionelle Geschlechterrollen, Diskriminierung und Korruption.

Mit der Migration erhoffen sich die Frauen, ihre Familie unterstützen zu können oder sich bessere Chancen auf dem heimatlichen Arbeitsmarkt im Fall der Rückkehr zu verschaffen. Mangels ausreichender Vorinformation laufen die Frauen jedoch Gefahr, ausgebeutet oder zur Prostitution gezwungen zu werden.

Der vij in Württemberg und Bayern hat sich in Zusammenschluss mit weiteren Kooperationspartnern zum Ziel gesetzt, hier präventiv zu wirken. Er bleibt damit in seiner langen Tradition, junge Frauen in der Fremde zu schützen und zu begleiten. Diese Tradition begann einst mit der Hilfe für neu angekommene Frauen am Bahnhof und setzt sich heute unter anderem in den Arbeitsbereichen Evangelische Bahnhofsmission, dem Fraueninformationszentrum FIZ – Fachstelle Menschenhandel und Frauenmigration und der Au-pair-Beratung fort.

Das neue Projekt möchte bewirken, dass junge Frauen zwischen 18 – 30 Jahren die Wanderung vom Herkunftsland zum Zielland und wieder zurück in die Heimat ohne Angst und in Sicherheit bewältigen können. Dieses Ziel soll mit Hilfe intensiver Beratung und Aufklärung vor und während der Migration sowie nach der Rückkehr erreicht werden. Zugleich sollen im Hinblick auf eine langfristige Wirkung, Zukunftsperspektiven entwickelt und Ausbildungsprojekte für die Frauen geschaffen werden.

Das Projekt umfasst die folgenden Bereiche:

  • Beratung zur Vorbeugung und Vermeidung von Frauenhandel und Arbeitsausbeutung im Herkunftsland. Dies geschieht insbesondere durch den Ausbau von Beratungsstellen in der Ukraine, in Rumänien, Belarus und Russland
  • Begleitung und Unterstützung, besonders auch in Krisen- und Notsituationen während des Aufenthaltes in Deutschland
  • Unterstützung bei Reintegration und Entwicklung einer Zukunftsperspektive im Herkunftsland
  • Vermittlung von Au-pair- und Praktikumsstellen sowie Studium und Arbeitsvermittlung (mittel- bis langfristig)
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Schulung von Multiplikatorinnen

 

 

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